Chancen oder Hindernis für nachhaltige Entwicklung?

Die Europäische Union hat mit vielen afrikanischen Regionen und Staaten sogenannte Economic Partnership Agreements (EPAs) geschlossen, diese verbinden weitgehenden Freihandel mit dem Versprechen einer nachhaltigen und gleichberechtigten Entwicklungszusammenarbeit.

Aber wie realistisch ist diese Versprechen angesichts der Erfahrungen bisheriger Entwicklungsstrategien? Welche Anforderungen müssen die EPAs erfüllen, um wirklich erfolgreich zu sein?

Mit Beteiligung von Vertreter*innen von NGOs, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus Afrka und Europa sollen vier zentrale Themenfelder thematisiert und diskutiert werden:

Landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherheit:

Welche Chancen und Risiken gehen von den EPAs aus, um landwirtschaftliche Produktion in Afrika zu entwickeln und Hungerkrisen zu vermeiden? Wie sind in diesem Kontext Nahrungsmittelexporte afrikanischer Länder in die EU, aber auch der Anbau von Energiepflanzen für den Export zu bewerten und welche Rolle spielen die EPAs und europäische Handels- und Subventionspolitik in diesem Zusammenhang?

Transparenzregeln und Einhaltung von Sozialstandards in den Lieferketten:

Auch in afrikanischen Staaten finden sich zum Teil katastrophale Arbeits- und Produktionsbedingungen, an denen sich lokale und internationale Eliten bereichern. Wie können solche Produktionsbedingungen zurück gedrängt und verhindert werden? Welche Rolle spielen dabei die beteiligten Akteure von den Unternehmen über Staaten bis hin zu den internationalen Institutionen? Wie kann und wird diese Problematik in den EPAs adressiert?

Beitrag der EPAs zur flächendeckenden Energieversorgung:

Die ausreichende und nahhaltige Versorgung der Menschen mit Energie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung von Grundbedürfnissen, wie auch der Entwicklung der (Agrar-) Wirtschaft. Wie kann dies ökologisch verträglich realisiert und dabei zentrale Infrastrukturen mit dezentralen Einheiten kombiniert werden? Wie kann dies über die Verbindung von wirtschaftlicher Kooperation und Entwicklungszusammenarbeit geschehen?

Die EPAs und ihre Umsetzung - Wirkungsanalysen, Implementierung und Monitoring:

Welche Wirkungen sind bei den EPAs zu erwarten? Wie werden diese implementiert? Welche Monitoringstrukturen sollten unter Einbeziehung der Erfahrungen anderer Abkommen aufgebaut werden und wie kann die Einbeziehung der Parlamente und der Zivilgesellschaft sichergestellt werden?

 

Auf der Konferenz diskutieren unter anderem:

Prof. D. Hans-Heinrich Bass (Hochschule Bremen), Dr. Karsten Galipp (INROS LACKNER SE.), Andreas B.D. Guibeb (Botschafter der Republik Namibia), Ulrike Hiller (Staatsrätin), Brenda King (EESC Europa), Francisco Mari (BRot für die Welt), Dr. Boniface Mabanza (KAZA), Michael Reckordt (PowerShift), Dr. agr. Bettina Rudloff (SWP), Dr. Evita Schmieg (SWP), Dr. Joachim Schuster (MdEP), Remco Vahl (Europäische Komission), Dr. Andre Wolf (HWWI) und Gregor Wolf (BGA).

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 19.05 2017, im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, von 10:00 bis 14:00 Uhr statt.

Anmeldungen bitte bis zum 12.05.2017 an Sabrina Lange unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0421/ 566 405 29

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Samstag, 21. Oktober 2017, 09:00 Uhr
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HP_A_Hesse_84x81"Das BeN ist für mich wichtig, weil wir dadurch wirksamer und professioneller Einfluss auf Themen wie öko- logische und soziale Beschaffung, Welthandel oder Klimawandel bei Politik, Kirche und der Öffentlichkeit nehmen können."

Angela Hesse (Brot für die Welt, Diakonisches Werk)