Gastkommentar: Wir wollen nicht vom Töten leben

Gastkommentar„Wir wollen nicht vom Töten leben“: Mit diesem Motto konnte das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk im vergangenen Sommer, gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern, über 600 Unterschriften gegen die Bremer Rüstungsproduktion sammeln.

Rosane Yara Rodrigues Guerra hat nun einen Gastkommentar zur deutschen Rüstungspolitik und ihre Auswirkung auf den Jemen geschrieben.

Rund fünf Prozent aller Arbeitsplätze in der deutschen Rüstungsindustrie befinden sich in Bremen. Die städtische Wirtschaftsförderung Bremens wirbt sogar damit die produktivste Region Europas in der Rüstungsproduktion zu sein. Und die fünf größten Rüstungsunternehmen in Bremen produzieren jährlich Rüstungsgüter im Wert von 1,15 Milliarden Euro. Die Postkarten mit den Unterschriften wurden in einer Übergabeaktion auf dem Bremer Marktplatz im Oktober an Ulrike Hiller, Staatsrätin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, übergeben.
Das BeN tritt dafür ein, einen Bundesbeauftragten für Rüstungskonversion einzusetzen, der den notwendigen Impuls für die zivile Umnutzung militärischer Ressourcen gäbe.
Zu diesem Thema hat Rosane Yara Rodrigues Guerra, Mitarbeiterin des BeN, einen Gastkommentar im Weser Kurier verfasst. Denn die deutsche Rüstungspolitik trägt zu einem nicht unwesentlichen Teil Mitschuld an heutigen Konflikten und Krisensituationen. So zum Beispiel auch an der Situation im Jemen. In dem Land herrscht ein Bürgerkrieg, der von einer saudi-arabischen Koalition angeführt wird. Mittlerweile herrscht im Jemen eine Hungersnot, die zu der größten seit Jahrzehnten werden könnte. See-, Land- und Luftblockaden führen dazu, dass keine Hilfe in das Land kommt. Geführt wird der Bürgerkrieg auch mit deutschen Waffen. 2017 haben sich die deutschen Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien mehr als verdreifacht.


Der vollständige Gastkommentar zu der Frage, ob wir hier in Bremen und in Deutschland wirklich vom Töten leben wollen, ist hier abrufbar.

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HP2_susanne_84x81"Durch die Kooperation mit anderen entwicklungs- politischen Organisationen im BeN gewinnen wir nicht nur Unterstützung im ideellen Bereich, sondern auch neue KundInnen für die fair gehandelten Produkte im Weltladen."

Susanne Mewis (Weltladen Bremen)