Einblicke in zwei etwas andere Weihnachtsveranstaltungen

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Unter dem Motto "Weihnachten - Leider geil?!" veranstaltete das Junge entwicklungspolitische Forum (Jep) am 02. und 07. Dezember 2017 zwei konsumkritische Veranstaltungen im Café Ausspann im Schnoor. Am 2. Dezember 2017 fand die Eingangsveranstaltung mit konsumkritischen Weihnachtsworkshops zu den Themen Upcycling,- und Gewaltfreie Kommunikation statt.

Am 7.12.2017 folgte die Veranstaltung "Drei Wirklichkeiten der Weihnacht" mit der Frage, ob das Fest eher ein religiöses Fest oder eine konsumgeprägte Tradition sei. Unter den drei Wirklichkeiten wurde eine Theologin, ein Weihnachtsmann und eine konsumkritische Persönlichkeit befragt. Während und nach den Veranstaltungen gab es eine Wandzeitung in die die Teilnehmer*innen Vorschläge für eine alternative Weihnachtsfeier geben durften.

In entspannt vorweihnachtlicher Atmosphäre erfuhren die Teilnehmer*innen der konsumkritischen Weihnachtsworkshops, wie es möglich ist, ein etwas anderes Weihnachten zu feiern oder vorzubereiten. Beim Upcylcling-Näh Workshop gestalteten die Teilnehmer*innen aus alten Stoffen neue Geschenke, wie beispielsweise kleine Schatullen, Taschen, Stoffbeutel und vieles andere mehr.

Der Gewaltfreie Kommunikationsworkshop (GFK) diente den Teilnehmer*innen dazu sich mit einer Kommunikationsmethode auf friedliche Feiertage vorzubereiten. Diese prozessorientierte Methode nimmt laut Petra Pfitzner die Gefühle und Bedürfnisse in den Fokus, nicht die Gewalt. Sie dient der Konfliktlösung und wird in vielen Bereichen eingesetzt.

Bei den „Drei Wirklichkeiten der Weihnacht“ leitete die Theologin die Veranstaltung mit einem historischen Blick auf die Krippengeschichte und deren Wahrheitsgehalt bezüglich der Figuren ein. Der Weihnachtsmann schilderte, dass er nicht nur zur Weihnachtszeit ziemlich viel zu tun hat, sondern bereits einige Monate vorher. Dieser stellte auch fest, dass sich die Art der Geschenke im Laufe der Zeit immer mehr in eine materielle Richtung verändert haben. Das Gespräch zwischen hatte gezeigt, dass ziemlich viel Geld für Geschenke (laut dem Statistischen Bundesamt 278,- €/Kopf) ausgegeben wird, und kaum auf nachhaltige Geschenke geachtet wird.

Zwischendrin gab es Gesprächsrunden zwischen den Teilnehmer*innen aus verschiedenen Kulturen. Zum Abschluss gab der aramäische Chor eine Vorstellung mit aramäischen Weihnachtsliedern. Die Veranstaltung schloss mit einem veganem Weihnachtsmenü ab.

Die Wandzeitung mit den gesammelten Weihnachts-Alternativen hat gezeigt, dass Geschenke beispielsweise mit Zeitungspapier umwickelt werden könnten. Der Weihnachtsbaum aus Alltagsgegenständen selbst hergestellt werden kann. Und die Geschenke einen persönlicheren Touch haben, wenn diese selbst hergestellt werden.

 

 

 

uli_test_HP"Das BeN ist wichtig, weil alle engagierten Nichtregierungs- organisationen und Initiativen eine gemeinsame Vertretung im Lande Bremen brauchen."

Ulrike Hiller (SPD, Staatsrätin und Bevollmächtigte beim Bund und für Europa)