17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung

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Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und ihre 169 Zielvorgaben bilden den Kern der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auf einem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen Ende September 2015 in New York verabschiedet wurde. Diese 17 Ziele, die so genannten SDGs, lösen die UN-Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) ab, die 2015 ausgelaufen sind, und stellen einen globalen Rahmen für Entwicklung und Nachhaltigkeit in den nächsten 15 Jahren dar.

 

Neu an der Agenda 2030 ist, dass sie Armutsbekämpfung und Umweltschutz verknüpft. Die SDGs beinhalten sowohl erweiterte Fortschreibungen der Milleniumsentwicklungsziele (z.B. in den Bereichen Hunger- und Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit) als auch ökologische Ziele (z.B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Ökosysteme, Wasser und Meere). Neuartig ist zudem die universelle Gültigkeit der Ziele. Im Unterschied zu den MDGs sind die SDGs nicht nur auf die Länder des globalen Südens ausgerichtet, sondern für alle UN-Mitgliedsländer verbindlich.

Die Verabschiedung der Ziele ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltverträglichen und sozial gerechten Entwicklung. Die Umsetzung der SDGs bietet eine Chance, um Fehlentwicklungen wie extreme Armut und soziale Ungleichheit sowie Übernutzung von Natur und Ressourcen entgegenzuwirken. Die Ziele können aber nicht allein durch politische Maßnahmen verwirklicht werden. Die Konsument*innen mit ihren Kaufentscheidungen, aber auch alle Bürger*innen können und sollen durch ihr Handeln zur Umsetzung der Ziele beitragen. Ihr Beitrag im Kontext der SDGs ist gewünscht und erforderlich!

 

Alle 17 Ziele auf einen Blick:

 

Sustainable Development Goals German 01Ziel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden
Ca. 11% der Weltbevölkerung lebt in extremer Armut. Im Jahr 2015 waren es etwa 836 Millionen Menschen. Sie mussten mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. Da dieser Schwellenwert allerdings zu niedrig angesetzt war, wurde er nach der Verabschiedung der Ziele von der Weltbank auf 1,90 US-Dollar pro Tag angehoben.

„Armut ist nicht natürlich, sie wurde von den Menschen geschaffen und kann deshalb überwunden, sowie durch geeignete Maßnahmen ausgerottet werden. Die Beseitigung der Armut ist kein Akt der Barmherzigkeit, sondern der Gerechtigkeit.“ (Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger)

 

Sustainable Development Goals German 02Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
Während weltweit über 800 Millionen Menschen hungern, landen jährlich gut 1,3 Milliarden Tonnen (allein in Deutschland über 18 Millionen Tonnen) Nahrungsmittel auf dem Müll. Zudem findet eine bedenkliche Konzentration des Saatgut- und Pestizidhandels statt, die eine nachhaltige Landwirtschaft gefährdet: Drei Agrarchemiekonzerne (Monsanto, DuPont und Syngenta) haben bereits einen Marktanteil von über 50% des weltweiten Saatguthandels erreicht. Ihr Patent auf Saatgut, das nach lediglich einer Erntesaison abstirbt, hat erhebliche negative Einflüsse auf die Situation von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen.

„Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“ (Jean Ziegler, Soziologe und Politiker)

 

Sustainable Development Goals German 03Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
Weltweit leben etwa 39% der Weltbevölkerung ohne Krankenversicherung, in einkommensarmen Ländern sind es sogar mehr als 90%. Dazu kommt, dass für zahlreiche Tropenkrankheiten keine Medikamente zur Verfügung stehen, da laut Ärzte ohne Grenzen die Märkte in Entwicklungsländern für Pharmakonzerne „nicht lukrativ genug“ sind. Beispielsweise standen 2014 während des Ausbruchs der Ebola-Epidemie nicht ausreichend getestete Impfstoffe und Medikamente zur Verfügung.

„Es ist Zeit, Gesundheitsfürsorge als Teil einer ’sozialen Infrastruktur‘ zu konstituieren, die Gesundheit als ein öffentliches Gut begreift, das allen verfügbar sein muss.“ (medico international)

 

Sustainable Development Goals German 04Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
Weltweit haben 58 Millionen Kinder und 63 Millionen Jugendliche noch keinen Zugang zur Grund- und Sekundarschule. 90% aller Kinder mit einer Behinderung gehen niemals zur Schule. 781 Millionen Menschen sind Analphabeten. 7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt es allein in Deutschland, wo der schulische Erfolg von Kindern stärker von der sozialen Herkunft abhängt als in vielen anderen Ländern.

„So lasst uns denn den Kampf aufnehmen gegen Analphabetismus, Armut und Terror und dazu unsere Bücher und Stifte in die Hand nehmen. Sie sind unsere wirksamsten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung steht am Anfang von allem.“ (Malala Yousafzai, Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin)


Sustainable Development Goals German 05Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
Viele Frauen und Mädchen können nicht selbstständig über ihren Körper entscheiden, sind Gewalt ausgesetzt und vom Menschenhandel betroffen. Laut Studie werden mehr als ein Drittel aller Frauen weltweit zu Opfern von körperlicher oder sexueller Gewalt. Mit 35% liegt Deutschland dabei sogar über dem EU-Durchschnitt. Ebenso hat Armut weltweit ein weibliches Gesicht. Dies spiegelt sich auch in Deutschland wieder, so liegt beispielsweise der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen für die gleiche Tätigkeit bei gleicher Qualifikation bei rund 21%.

„Die von der UN formulierten Ziele für nachhaltige Entwicklung sind ein wichtiger Schritt, das Recht auf Selbstbestimmung für Frauen und Mädchen weltweit einzufordern. Wir sind noch lange nicht am Ziel, wenn es um die gelebte Geschlechtergleichstellung geht.“ (Ulrike Hauffe, Bremer Landesbeauftragte für Frauen)

 

Sustainable Development Goals German 06Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
Ohne Wasser kein Leben! Die Vereinten Nationen haben daher 2008 den Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht anerkannt. Dennoch müssen 748 Millionen Menschen noch immer ohne sauberes Trinkwasser leben. Nach Schätzungen sterben deswegen an einem einzigen Tag weltweit 5.000 Kinder. 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung. Währenddessen wird der Zugang zu Wasser vielerorts durch globale Konzerne privatisiert und nicht mehr als gemeinnütziges, sondern als gewinnbringendes Gut gehandelt.

„Wir müssen alle 17 SDGs zusammen denken. SDG 6 mit dem Wasserkreislauf in all seinen Aspekten ist der Erreichung aller SGDs gewidmet. Wir erreichen alle Entwicklungsziele nur, wenn wir verstehen, wie Wasser als global begrenzte Ressource mit den anderen Zielen verbunden ist." (Stefan Reuter, Geschäftsführer des BORDA e.V.)

 

Sustainable Development Goals German 07Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern
Knapp 80% der weltweit erzeugten Energie stammt immer noch aus fossilen Energieträgern. Aus der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen u. a. Kosten für das Gesundheitssystem durch die Luftbelastung und Kosten durch Klimaschäden, die der Allgemeinheit und nicht nur den Verursacher*innen schaden. Mindestens 6,5 Milliarden Euro gibt der Bund für den Klimaschutz aus. Gleichzeitig haben Bund und Länder jedoch die fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle 2015 mit 49,2 Milliarden Euro subventioniert. Derweil setzt die EU-Kommission auf den Ausbau der Atomkraft in Europa.


„Kernkraftwerke hinzustellen, ohne zu wissen, wo der Atommüll endlagert werden kann, ist wie das Abziehen einer Handgranate bevor man weiß, wo man sie hinwerfen wird.“ (Dieter Hildebrandt, Kabarettist, Schauspieler und Buchautor)

 

Sustainable Development Goals German 08Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
Unser Wirtschaftswachstum hat eine derartige Dynamik aufgenommen, dass die Grenzen der Belastbarkeit unseres Planeten immer stärker überschritten werden. Dennoch gelten weltweit knapp 1,3 Milliarden Menschen als „working poor“, d.h. sie verfügen trotz Erwerbsarbeit über ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. Selbst in Deutschland, „dem Wirtschaftsmotor Europas“, übten 2015 ca. 1,1 Millionen der Hartz IV-Empfänger*innen eine Erwerbstätigkeit aus (über 200.000 davon gingen sogar einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nach).

„Das Problem ist nicht, dass wir mehr Wohlstand wollen. Das Problem ist, dass wir Wohlstand durch materiellen Besitz definieren.“ (Dennis Meadows, Ökonom)

 

Sustainable Development Goals German 09Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
Eine nicht vorhandene oder marode Infrastruktur hemmt die Wirtschaftlichkeit und fördert so die Armut. Beim Aufbau der Infrastruktur sollte der Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen, z.B. durch die Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Auch Fabriken und Industriestätten sollten nach ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig produzieren, um eine unnötige Umweltbelastung zu vermeiden.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ (Albert Einstein, theoretischer Physiker und Physik-Nobelpreisträger)

 

Sustainable Development Goals German 10Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
Laut einer Oxfam-Studie von 2015 besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung und die reichsten 1% der Weltbevölkerung sogar mehr als der Rest der Welt zusammen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Dies betrifft auch Deutschland, wo die Einkommens- und Vermögensungleichheit und somit die Armut in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Inzwischen weist Deutschland die höchste Vermögensungleichheit innerhalb der Eurozone auf.

„Würde man das Vermögen der unteren Hälfte auf 1,5 oder zwei Prozent aufstocken, hätte man für die Armen so viel erreicht wie mit 30 Jahren Wachstum, und das, ohne die planetarischen Grenzen weiter zu überschreiten.“ (Thomas Pogge, Professor für Philosophie)

 

Sustainable Development Goals German 11Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten
Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Die Millionenstädte der Welt bedecken rund 2% der Erdoberfläche. Sie stoßen dabei ca. 70% der Treibhausgase aus, verursachen ca. 70% des Abfalls und verbrauchen ca. 75% der weltweit eingesetzten Energien. Da die Metropolen somit die Zukunft unserer Welt bestimmen, ist die Senkung der Umweltbelastung in und durch die Städte vonnöten.

„Wir müssen jetzt entscheiden, welche Werte uns wichtig sind. Wie wir leben wollen. Natürlich macht es einen Unterschied, ob die globale Durchschnittstemperatur nur um zwei oder doch um vier, fünf oder mehr Grad steigt. Es ist ja immer noch möglich, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ (Naomi Klein, Journalistin)

 

Sustainable Development Goals German 12Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
2015 wurde der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) auf den 13. August datiert, d.h. an diesem Tag hat die Welt natürliche Ressourcen aufgebraucht und Emissionen erzeugt, die der Planet im Laufe eines Jahres regenerieren oder kompensieren kann. Damit benötigt die Erde ca. 18 Monate, um den Verbrauch eines Jahres zu erneuern. In Deutschland beansprucht die Bevölkerung durch ihr gegenwärtiges Konsumverhalten sogar mehr als das Doppelte der eigentlich pro Kopf vorhandenen Ressourcen.

„Immer wieder gibt der Mensch Geld aus, das er nicht hat, für Dinge, die er nicht braucht, um damit Leuten zu imponieren, die er nicht mag.“ (Danny Kaye, Schauspieler, Komiker und Sänger)

 

Sustainable Development Goals German 13Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
Wassermangel, Dürre, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind nur einige der vielen Folgen des globalen Klimawandels und Ursache für Klimaflucht. Derzeit sind etwa 20 Millionen Menschen gezwungen infolge klimabedingter Ereignisse ihre Heimat zu verlassen. Beobachter*innen sagen voraus, dass in den nächsten 50 Jahren zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Die Zahl der Menschen, die wegen der Folgen des Klimawandels fliehen müssen, wird die Zahl der geflüchteten Menschen aus Konfliktregionen übersteigen.

„Wir erleben eine Klimamanipulation. Das Wort ’Klimawandel‘ legt fälschlich nahe, daß es sich um eine Veränderung des Klimas ohne Eingriffe des Menschen handelt.“ (Ekkehart Mittelberg, Germanist)

 

Sustainable Development Goals German 14Ziel 14: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
Rund 30% der weltweiten Fischbestände sind überfischt (im europäischen Atlantik ca. 63% und im Mittelmeer ca. 82%). Außer der Verschmutzung und Versauerung lässt auch die globale Erderwärmung ungeahnte Folgen für die Ozeane und Meere vermuten. Ferner landen jedes Jahr ca. 10 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen, die sich nicht biologisch abbauen, sondern in immer kleinere Teilchen zerfallen. Da Meerestiere die kleinen Plastikteilchen mit Nahrung verwechseln, gelangen die Plastikteilchen auch in die menschliche Nahrungskette.

„In den Mägen an der Nordseeküste gestrandeter Pottwale haben Veterinäre viel Müll gefunden. (…). Bei Untersuchungen tauchten Fischernetze, Leinen, alte Autoteile, Kaffeekapseln und Verpackungen in teils erheblichem Ausmaß auf, (…).“ (Weser Kurier 18.05.2016)

 

Sustainable Development Goals German 15Ziel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
Der Verlust der biologischen Vielfalt wird immer deutlicher, dabei ist sie Grundlage unseres Lebens – und diese wird gerade im rasanten Tempo zerstört. Schätzungen zufolge haben sich 60% der weltweiten Ökosysteme verschlechtert oder werden nicht nachhaltig genutzt. 75% der genetischen Vielfalt landwirtschaftlicher Kulturen gingen seit 1990 verloren. Mehr als die Hälfte der Regenwälder wurden bspw. für die Palmöl-, Agrartreibstoff-, Futtermittel- und Fleischproduktion bereits vernichtet.

„Wir müssen die Warnung ernst nehmen, die Menschheit habe bereits ’planetary boundaries‘ überschritten und sei dabei, ’ihren‘ Planeten zugrunde zu richten.“ (Elmar Altvater, Politikwissenschaftler)

 

Sustainable Development Goals German 16Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
Die weltweiten Waffenexporte sowie die Anzahl von Kriegen und bewaffneten Konflikten auf der Welt sind in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Die Lieferungen von Waffen in Länder, in denen Menschenrechte verletzt werden oder die direkt in militärische Konflikte verstrickt sind, werden hierzulande weiterhin genehmigt.
Menschenrechtsverletzungen durch transnationale Konzerne müssen strafrechtlich geahndet werden. Deutschen Unternehmen werden derzeit weltweit insgesamt 87 Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die Opfer kommen in solchen Fällen nach wie vor nur selten zu ihrem Recht, da die Unternehmen nur schwer in ihren Heimatstaaten angeklagt werden können.


„Man muß Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.“ (Elie Wiesel, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger)

 

Sustainable Development Goals German 17Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
Die Mittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit sind in den ärmsten Ländern in den letzten Jahren gesunken. Gerade fünf Länder haben ihr Versprechen für die ODA-Quote (Anteil der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit am Bruttonationaleinkommen) von 0,7% eingehalten. Deutschland, dessen ODA-Quote trotz eines Anstiegs 2014 bei 0,41% lag, erfüllt diese Zielvorgabe immer noch nicht. Zudem übersteigen oft die finanziellen Verluste in Ländern des globalen Südens – verursacht durch unfaire Handelspraktiken wie Agrarsubventionen in Europa und den USA – die Entwicklungshilfezahlungen aus dem Norden.

„Was alle Menschen weltweit verbindet, ist der Wunsch, in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und gesunder Umwelt zu leben. Das sollte der Motor für all unser Handeln sein.“ (Marie-Luise Abshagen, Politikwissenschaftlerin)

Workshop zu SDGs in der Bildungsarbeit
Samstag, 21. Oktober 2017, 09:00 Uhr
Workshop zu SDGs in der Bildungsarbeit
Samstag, 21. Oktober 2017, 09:00 Uhr
95 Thesen für Kopf und Bauch
Sonntag, 22. Oktober 2017, 11:00 Uhr

hp_mathiessen"Wir haben nur eine Erde. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Erde für alle Menschen lebenswert ist. Dazu gehören Klimaschutz vor Ort und global, sowie die Zusammenarbeit mit den Menschen aller Regionen. Das BeN leistet einen wichtigen Beitrag zur Koordination und Unterstützung der Arbeit in Bremen und Bremerhaven."

Prof. Dr. Günter Matthiesen  (Nord-Süd-Forum Bremerhaven)