Highlights 2021

Juli 2021

Alles Utopie? Träum weiter! Einladung zum utopisch Denken und Handeln

Für viele Menschen ist es leichter, sich den Untergang der Welt vorzustellen als das Ende von Kapitalismus, Wachstum und Konkurrenz, von Patriarchat, Unterdrückung und Rassismus. Das vorherrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem erscheint uns alternativlos. Doch das muss nicht so bleiben.

 

In unserem Workshop suchten wir nach Utopien, die unserem politischen Handeln heute eine Richtung geben können. Geleitet von den Fragen »Wie wollen wir eigentlich leben?« und »Wie kommen wir dahin?« begaben wir uns auf neuePfade der Geschichte und schufen Bilder einer Zukunft, so wie wir sie uns wünschen. Inspiriert durch schon existierende Alternativen und die Vernetzung mit sozialen Bewegungen fragten wir danach, wie eine gerechte, solidarische und nachhaltige Zukunft aussehen kann, damit ein gutes und schönes Leben für alle* weltweit endlich möglich wird.

sınır // border // frontera // granica // gräns // frontière. DIY-Zine-Workshop mit Fokus auf Grenzen

Zines selber machen? Macht mega Spaß! Zine steht kurz für Magazin – und genau die haben wir mit euch gestaltet. Einen ganzen Tag verbrachten wir mit Bleistiften, Tinte und Papier und entwarfen unser persönliches Zine zum Thema »Grenzen«. Uns hat es großen Spaß gemacht und auch die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

 

Der Workshop war Teil des vom Jep organisierten »Summer of Utopias«. Mit unserem »Sommer der Utopien« wollen wir Begegnungen schaffen, ins Gespräch kommen und die Weichen für eine global gerechte, vielfältige und nicht-diskriminierende,gemeinwohlorientierte und faire Gesellschaft stellen. Denn: Das Gute Leben für alle Menschen weltweit ist nötig… und möglich!

Stadt der Zukunft: Menschen statt Autos

Es war noch ein wenig hell als wir gegen halb zehn abends im IRGENDWO mit unserem Film »The human scale« starteten. Doch das ließ uns und die knapp 70 Zuschauer*innen nicht beirren mehr über Jan Gehl’s Stadtarchitektur, in der der Mensch statt das Auto im Zentrum steht, zu erfahren und dessen Projekte quer über alle Kontinente zu verfolgen. Das Stadtleben ist beliebter denn je – bis 2050 werden voraussichtlich 80% der Menschen weltweit in Städten wohnen. Doch die meisten kennen auch die Nachteile des urbanem Lebens: wenig Raum, viel Verkehr, hohe Luftverschmutzung. Der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen statt des Autos zum Zentrum der Städte zu erklären und damit öffentliche Räume lebenswert zu gestalten. Im Anschluss erörterten und diskutierten wir die Möglichkeiten einer autofreien Stadt Bremen mit vielen sozialen Begegnungsräumen jenseits von Kommerz und Konsum, Grünflächen und starker, basisdemokratischer Beteiligung aller Bremer Bewohner*innen. Uns hat der Abend großen Spaß gemacht!

 

Die Veranstaltung war Teil des vom Jep organisierten »Summer of Utopias«.

Summer of Utopias

Wir stecken mitten drin in der dritten Welle der Pandemie und noch immer ist kein Ende in Sicht. Allmählich sind wir es alle* leid und sehnen uns nach…

 

Ja, nach was eigentlich? Nach einem Stück Alltag und Normalität?

Die Normalität, die so viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Pass und Sprache, aufgrund ihres Geschlechts oder sexueller Orientierung, aufgrund ihrer schlechten finanziellen Situation und ihres bildungsfernen Elternhauses, aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen oder gesellschaftlich kategorisierten Behinderungen und so vieles mehr ausschließt?

Die Normalität, die den Klimawandel vorantreibt, unter dem insbesondere Menschen des Globalen Südens genauso wie PoC und FLINTA*s stark leiden? Die zu Hungersnöten, Wetterkatastrophen und immer neuen Pandemien führt?

 

Diese Normalität wollen wir nicht zurück! Wir finden, es ist Zeit für etwas Neues. Und genau darüber wollen wir uns Gedanken machen.

 

Wir rufen wir deshalb den „Sommer der Utopien“ aus.

 

Denn was wäre, wenn alle* Menschen auf diesem Planeten…

selbst bestimmen, was und wann sie lernen | wie und wo sie leben | wen sie lieben | was sie arbeiten | sich global frei bewegen, migrieren und reisen können | bedürfnisorientiert wirtschaften | bedingungslosen Zugang zu einem gut funktionierenden Gesundheitssystem weltweit haben | auch mal faul sein dürfen | sich respektvoll und solidarisch verhalten | Impfstoffe weltweit gerecht verteilen | Patente abschaffen bzw. allen* zugänglich machen | verantwortungsvoll gegenüber unserer Umwelt sind | gefragt werden und in gesellschaftspolitische Entscheidungen (basis-)demokratisch einbezogen werden | kein Geld mehr benötigen | in Frieden miteinander leben | keinen Geschlechterkategorien zugeordnet werden und eine geschlechtergerechte Sprache sprechen | den Klimawandel abwenden | Care-Arbeit anerkennen und gerecht verteilen | ihren Konsum hinterfragen | nachhaltig leben | nureinmal die Woche Fleisch essen oder sich gar vegan ernähren | kritische Wissenschaft betreiben | sich keine existenziellen Gedanken ums Überleben machen müssen | ohne Leistungsdruck aufwachsen | ein Leben ohne Ausbeutung von Menschen, Tieren und Naturverhältnissen führen…?

 

Alles Utopie? Stimmt!

 

Den Veranstaltungsflyer zum Sommer der Utopien findet ihr hier.

Juni 2021

Jep-Themensalon zu Care-Arbeit

Waschen, Kochen, Putzen, Kinderbetreuung und Erziehung, mentale Unterstützung, Pflege – CARE-Arbeit umfasst viele Facetten und ist grundlegend für unser aller Leben. Doch Tätigkeiten des Sorgens und des Kümmerns werden in unsere Gesellschaft nach wie vor in ihrer Wichtigkeit unterschätzt und selten wertgeschätzt. Zugleich ist es ein Bereich der zum großen Teil von Frauen* – ob im Privaten oder im Beruf – ausgeführt wird und der entweder gar nicht oder nur schlecht entlohnt wird. Gründe genug, sich einmal genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen!

In unserem Juni-Themensalon widmeten wir uns der Frage wie Care-Arbeit aktuell in unserer Gesellschaft verhandelt wird, welchen Stellenwert sie hat, wer sie macht und wieAlternativen gestaltet werden können. Feministische Ökonomiekritik spielte dabei genauso eine Rolle wie die globale und intersektionale Perspektive. Denn innerhalb der global care chain sind es vor allem Frauen* aus dem globalen Süden, die Sorge- und Pflegearbeiten in privilegierteren Haushalten des globalen Nordens übernehmen und nicht selten dabei große Ausbeutung erfahren.

Mai 2021

Jep-Picknick

Leckerer kann ein Picknick nicht sein! Oder? Die ersten warmen Sonnenstrahlenließen wir als Jep an einem Freitag im Mai nicht ungenutzt: Mit veganen Rezepten syrischer Spezialitäten im Gepäck verbrachten wir einen entspannten Nachmittag am Werdersee.

März 2021

Jep-Gaming-Abend „Esst Gutes Gemüse“ auf twitch

Einen Abend lang bauten wir unseren eigenen kleinen Hof in »Stardew Valley«. Wir ernteten Gemüse und freundeten uns mit den Dorfbewohner:innen an. Währenddessen diskutierten Fragen rund ums Thema Nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft. Wir fragten uns, wie wir dem in Supermärkten gängigen Überfluss, der Verpackungsflut und der Ausbeutung von Natur und Tier begegnen können? Wie ernährt ihr Euch eigentlich? Habt ihr Euch bereits darüber Gedanken gemacht? Habt ihr selbst schon einmal Gemüse angebaut? Oder ist so eine virtuelle Farm das erste Mal, dass ihr damit in Berührung kommt? Seid ihr Farming Simulator Expert*innen oder handfeste Hofkinder? Balkongemüse-Ernter*innen oder gar SoLaWi-Mitglieder?

 

Bereichert wurde die Diskussionen mit Fragen zu Regional und Bio, der Idee Solidarischer Landwirtschaft, Möglichkeiten der Haltbarmachung und Resteverwertung sowie die Rolle von Ernährung in den SDGs.

Jep-Themensalon zu Utopie

Der Themensalon wird regelmäßig, insgesamt vier mal im Jahr, vom Jep organisiert. Hier setzen wir uns theoretisch mit unterschiedlichen (entwicklungs-)politischen Themen auseinander. Anlässlich unseres Jahresthema »Utopie« starteten wir unseren ersten Themensalon im März zu Utopien. Als Einstieg erhielten wir einen – von einem Jep-Mitglied vorbereiteten – Input über Ursprung und Herkunft sowie Definition und Interpretation des Begriffes »Utopie«. Mit diesem Wissen im Hintergrund widmeten wir uns anschließend den ausgewählten Textausschnitten der »Zukunft für alle«-Broschüre. Wir starteten mit der Frage »Wie wollen wir leben?«, die dafür wirbt, zentrale Elemente unseres heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems kritisch zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen, um es zu transformieren. Im nächsten Schritt betrachteten wir die »Grundwerte der Vision 2048« näher und diskutierten überAspekte wie Demokratie, Solidarität, Bedürfnisorientierung, Vorsorge, Selbstbestimmung und Vielfalt. Zum Schluss warfen wir einen Blick auf die globale Perspektive und sprachen über die Bedeutung von Globaler Gerechtigkeit sowie deren mögliche Ausgestaltung.

Januar 2021

Jep-Planungstreffen

Ende Januar kamen wir zusammen, um erste Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Trotz der Notwendigkeit, sich lediglich online sehen zu können, hatten wir ein sehrerfolgreiches und konstruktives Treffen mit interessanten Ideen und Formaten für 2021. Als Jahresthema fiel unsere Wahl auf Utopien. Es wird uns nun über das Jahrbegleiten und wir werden es auf unterschiedlicher Art und Weise beleuchten. Lasst Euch überraschen! Es bleibt spannend 😉